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Haupttreiber, Gefahren und Kritische Strukturen.

Die erschreckenden Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitcom zeigen, dass mehr als doppelt so viele Angriffe durch Diebstahl, Spionage und Sabotage entstanden sind, als im Vorjahr. In Zahlen gesprochen 223 Milliarden Euro Schaden sind entstanden, 2018/2019 waren es noch 103 Milliarden Euro. Das bedeutet das inzwischen 9/10 Unternehmen angegriffen wurden, vorher war es nur gut Dreiviertel der Unternehmen.

Was sind die Haupttreiber?

Hauptsächlich sind Erpressungsvorfälle aufzuzählen, die nach Ausfällen von Informations- und Produktionssystemen sowie Betriebsabläufen auftreten. Durch Ransomware-Angriffe werden sensible Systeme blockiert und nur durch Erpressung wieder freigegeben, dass steigert die Schäden enorm und greift die Existenzen von jedem zehnten Unternehmen an. Gestohlene Kunden- und Unternehmensdaten führen zu Reputationsschäden und auch zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.

Social Engineering und Home-Office erhöhen die Gefahren.

Vor allem über den Faktor Mensch, als vermeintlich schwächstes Glied, werden viele Angriffe gestartet. Durch Anrufe und Emails werden Daten wie Passwörter erlangt. Die Arbeitsbedingungen im Pandemie-Zeitraum erleichterten das zusätzlich. In 59 % aller Unternehmen gab es IT-Sicherheitsvorfälle und in der Hälfte davon, kam es auch zu Schäden. Als Folge dessen wurden Investitionen in die IT-Sicherheit getätigt und somit der Schutz aufgestockt. Lesen Sie hier mehr zu Home-Office Gefahren.

Zusätzliche Gefahren durch Malware, DDoS-Angriffe und Spoofing

Die Infizierung durch Schadsoftware ist die häufigste Angriffsart. Durch sogenannte DDoS-Angriffe werden gezielt Ressourcen überlastet, wodurch Server in die Knie gezwungen werden. Die Anzahl stieg um 9 %. Weitere Varianten sind Spoofing (Vortäuschen falscher Identitäten) und Phishing (Abfangen persönlicher Daten), hier stiegen die Fälle um 12 %. Als Ziel haben die Angreifer vor allem Kommunikationsdaten und Geistiges Eigentum (63 % der Fälle), zusätzlich wurden unkritische Geschäftsdaten (44 Prozent), Kundendaten (31 Prozent), Finanzdaten (29 Prozent) und kritische Geschäftsinformationen wie Marktanalysen (19 Prozent) erbeutet. In 19 Prozent der Fälle wurden Zugangsdaten zu Cloud-Diensten entwendet.

Kritische Infrastrukturen sind hierbei besonders bedroht.

Laut der Experten ist zu erwarten, dass die Zahl der Angriffe bis zum Ende des Jahres steigen wird. Vor allem sollen Betreiber kritischer Infrastrukturen und mittlere Unternehmen (100 bis 499 Mitarbeiter) betroffen sein. Als Bedrohlich werden vor allem Ransomware, Zero-Day-Schwachstellen, Spyware-Angriffe, Angriffe durch Quantencomputer und sogenannte Backdoors erachtet. Um dem Ganzen entgegenzuwirken, soll es eine engere Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft geben, Förderungen im Bereich der IT-Sicherheit und ein stärkerer Einsatz der Politik. Lesen Sie hier mehr zu unseren Lösungen.

Quellen: Bitcom