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IT Security in Krankenhäusern?

Aktueller denn je, durch den IT-Ausfall der kompletten Uniklinik Düsseldorf, ist die Bedeutung der IT-Security in Krankenhäusern. Nach einem Hackerangriff haben hier immer mehr Patienten Terminausfälle und das Krankenhaus wird wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen.

Der Tatverdacht der Computersabotage, der anfangs gegen Unbekannt gestellt wurde, ist inzwischen konkretisiert und die Ermittlungen laufen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist in dem Fall eingebunden, da das Uniklinikum Düsseldorf durch seine Größe auch zur sogenannten kritischen Infrastruktur zählt (siehe Beitrag KRITIS 2.0 in unseren News).

Nach wie vor kein Normalbetrieb möglich.

Nachdem die Fehlerbehebung sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat und erste Erfolge verzeichnet werden konnten, ist leider immer noch nicht klar, wann genau der Normalbetrieb wiederaufgenommen werden kann. Sowohl die Entlassungen, als auch Operationen sind momentan massiv gesunken, wodurch die Heilungsprozesse vieler Patienten ins Stocken geraten. Nach dem kompletten IT Ausfall konnte ein kleineres Computersystem ohne Vernetzung aufgebaut werden, wodurch die notwendigsten Geräte am Leben gehalten werden können.

Fehlende Sicherheit wird zum Verhängnis.

Nach neusten Informationen privater Sicherheitsinformationen, kommen die Hacker aus der Russischen Föderation. Nachdem bereits eine Notfallpatientin aufgrund des Ausfalls verstorben ist, wird klar, dass solch ein IT-Ausfall, gerade in Krankenhäusern nie passieren darf. Die Folgen sind zu weitreichend und nicht tragbar.

Krankenhauszukunftsgesetz kommt: Mindestens 15 Prozent für IT-Sicherheit.

Das Bundesamt für Soziale Sicherung wird einen Krankenhauszukunftsfonds (KHFZ) einrichten, das heißt es wird ab 01.01.2021 Fördergelder für Krankenhäuser geben. Länder und Krankenhausträger müssen sich mit einem Eigenanteil von 30 Prozent der jeweiligen Investitionskosten beteiligen. Insgesamt stehen 4,3 Milliarden Euro zur Verfügung, die für die Verbesserung der digitalen Ausstattung geplant sind. Mindestens 15 Prozent sind dabei für die IT-Sicherheit vorgesehen. Hier werden außerdem verschiedene Schwerpunkte gesetzt, unter anderem Vernetzung innerhalb des Krankenhauses und nach außen, Dokumentation, Kommunikation und High-Tech Medizin. Gerade die IT-Sicherheit wird auch als Schwerpunkt gesehen und sollte nicht vernachlässigt werden, was jüngste Beispiele beweisen. Auch für Krankenhäuser bietet unser ISMS maßgeschneiderte Lösungen und unsere Experten konnten bereits in der Gesundheitsbranche Erfahrungen sammeln. Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Bedarf besteht.