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Die Digitalisierung ist derzeit in vollem Gange. Die digitale Transformation beschreibt die Umgestaltung von analogen in digitale Formate. Daten werden intelligent verarbeitet und digital gespeichert, Geräte vernetzen sich untereinander. Das Internet der Dinge wurde geboren und führte zur Industrie 4.0: Menschen, Maschinen, Produkte und Logistik kommunizieren und arbeiten miteinander. 

 

Die Logistik 4.0 bringt neue Wettbewerber mit sich

Die Logistik ist nach der Automobilwirtschaft und dem Handel eine der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft. Sie ist zudem eine der am stärksten dem digitalen Wandel unterworfenen Branchen. Selbstfahrende LKW, Liefer-Drohnen und Abrufdienste sind heute schon lange keine Zukunftsmusik mehr.

Besondern in Bezug auf Schnelligkeit, Flexibilität und Prozessoptimierung stehen in der Logistik-Branche wesentliche Neuerungen an. Die Logistik 4.0 ist das Schlagwort der Stunde: Sie umfasst die Einflüsse der Industrie 4.0 auf das Transportwesen. Vernetzung, Dezentralisierung, Echtzeitfähigkeit und Serviceorientierung kehren damit auch in die Logistik ein.

Dabei werden Lieferzuverlässigkeit, Lieferqualität, Flexibilität und Schnelligkeit immer wichtiger. Die Automatisierung in der Logistik kann vor allem durch selbstfahrende Fahrzeuge erreicht werden. Einen entscheidenden Schritt in diese Richtung hat beispielsweise das amerikanische Dienstleistungsunternehmen Uber getan. Bereits 2016 kaufte Uber das Start-up-Unternehmen Otto, das konventionelle Lastwagen mit autonomer Technik ausstattet. Uber selbst besitzt keine Autos, ist aber ein entscheidender Wettbewerber am Markt, der sich mit der Investition in selbstfahrende Fahrzeuge am Markt durchsetzen will. Auch Schenker Logistics schickte in diesem Jahr bereits selbstfahrende LKW-Kolonnen über eine Teststrecke auf der A9: Damit sollte das automatisierte und vernetzte Fahren getestet werden.

Der Wettbewerb unter den Logistik-Riesen ist hart. Neue Wettbewerber erscheinen auf der Bildfläche: Vor allem Start-ups treiben die Digitalisierung voran, da sie oftmals nicht gegen traditionelle Altstrukturen im Unternehmen ankämpfen müssen. Der Logistik-Markt wird in den nächsten Jahren entscheidend wachsen: Für Deutschland ist ein Zuwachs des LKW-Verkehrs um 39% bis 2030 prognostiziert.

Auswirkungen auf die Entsorgung 4.0

Auch auf die Entsorgungswirtschaft hat die Logistik einen entscheidenden Einfluss: Prozesse, Menschen und Abläufe werden immer mehr digitalisiert. Ein Beispiel aus der Logistik-Branche, das sich auf die Entsorgung auswirken könnte, ist eine digitale Lösung der Firma Daimler Fleetboard GmbH. Das Unternehmen bietet digitale und vernetzte Dienste für Lkws an und verbindet damit das gesamte Logistiksystem eines Unternehmens, vom Disponenten über den Fahrer bis hin zum Kunden. Durch eine Augmented Reality Brille – eine Brille, die die virtuelle Realität erweitert – kann der Fahrer die abzufahrende Route digital wahrnehmen.

Auch durch eine intelligente Tourenplanung im Zuge der Digitalisierung können Strecken optimiert und visuell abgebildet werden. Eine digitale Tourenoptimierung kann Prozesse für kommunale Unternehmen erleichtern: Sie ermöglicht eine bessere Übersichtlichkeit und Messbarkeit von Touren. Die Auslastung von Touren kann optimiert, die Ressourcen schonend eingesetzt werden. Dies kann zu einer Effektivitätssteigerung in der Disposition und Planung führen - und damit letztlich auch zu einer Zeit-und Kostenersparnis.

Was für die Logistik gilt, gilt auch für die Entsorgung: Die steigende Vernetzung, beispielsweise durch Abfall-Apps und gechipte Mülltonnen, wird massiv vorangetrieben. Dezentralisierung, Echtzeitfähigkeit und Serviceorientierung, Schnelligkeit und Flexibilität finden ihre Erfüllung in der bedarfsgerechten Entsorgung. Bei dieser werden nur volle Tonnen entsorgt. Das Entsorgungsunternehmen gewährleistet in Kombination mit der Tourenoptimierung die optimale Auslastung der Fahrzeuge – und damit auch der Ressourcen. Zeitgleich entsteht eine vernetzte Kommunikation zwischen Tonne und Entsorgungsunternehmen. Die Digitalisierung bietet hierbei viele Chancen, die Servicequalität sowie die Flexibilität zu verbessern. 

Auch wenn es noch einige Hürden, wie beispielsweise Prozessoptimierung, Personalqualifikation sowie Unsicherheiten gegenüber neuen Technologien, zu überwinden gilt, ist die Digitalisierung ein Sprungbrett für alle Unternehmen, auch im kommunalen Entsorgungsbereich. Innovative Technologien und virtuelle Realitäten sind zukunftsweisend und werden auch in der Entsorgungsbranche und in der Logistik zukünftig eine große Rolle spielen. Schwachstellen wie Altsysteme, Ressourcenknappheit und Unsicherheit vor technischen Neuerungen können überwunden und in Stärken umgewandelt werden. Ein Entsorgungsunternehmen, das auf dem aktuellen Stand der Technik ist, kann somit nicht nur Ressourcen schonen, sondern auf lange Sicht auch wettbewerbsfähig bleiben. Bereits einige, entscheidende Schritte können dazu beitragen, dass der digitale Wandel im Unternehmen gelingt. 

 

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Quellen: mm-logistik.vogel.de und it-daily.net 

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